Diabetes kann so langweilig sein!

Meistens ist es ja so, dass der Diabetes mich mehr auf Trab hält, als mir lieb ist. Irgendwelche Eskapaden hat er ja immer wieder zu bieten. Momentan aber verhält er sich so unauffällig, dass es mir schon fast unheimlich ist. Selbst der grippale Infekt, mit dem ich mich momentan rumplage, vermag meine Dia-Zicke nicht aus der Reserve zu locken. Vielleicht eine Folge meiner Zähmungsaktion mittels Low Carb, die ich bis vor kurzem sehr konsequent verfolgt habe. Man kann ja dazu stehen wie man möchte. Der Verzicht auf Kohlenhydrate wirkt sich auf mein BZ Management immer sensationell positiv aus.


Was schreibt man im Diabetesblog wenn der Diabetes langweilig ist?

So langweilig wie mein Diabetes momentan ist, so langweilig ist es momentan auch auf meinem Blog. Was soll ich auch schreiben. Passiert ja nix. Zumindest passiert bei mir nix. Ganz aktuell ging es beim Thema Diabetes eigentlich doch ziemlich rund. Fand doch gerade der EASD in München statt. Viele meiner Blognachbarn haben dort teilgenommen und vom Kongress, der angeschlossenen Ausstellung, von Workshops, Podiumsdiskussionen, der Couch der Blood Sugar Lounge und vielem mehr berichtet. Ich war leider nicht dabei und musste mir mit einem weinenden Auge alles im Web anschauen.
Die Firma Ascensia Diabetes Care Deutschland hatte mich im Vorfeld zwar freundlicherweise eingeladen, weil die Veranstaltung aber erst kurz nach meinem Jahresurlaub stattfand und mein Urlaubsplan in diesem Jahr sowieso auf Kante genäht ist, konnte ich leider nicht teilnehmen.

Die Laufschuhe (vorübergehend) an den Nagel gehängt.

Nicht genug damit, dass es gerade so langweilig zugeht. Zu allem Überfluss bin ich auch noch zu einer Laufpause verdonnert. Achillodynie. Achillessehnenreizung. Und es lief gerade so gut.

Ok, es hatte sich schon eine Weile angekündigt aber ich habe die Zeichen falsch gedeutet, weil es immer wieder besser wurde. Während meines Urlaubs habe ich mir dann eine Laufpause verordnet und gehofft, dass ich nach dem Urlaub mein Lauftraining wieder aufnehmen kann.
Pustekuchen. Es schien schlimmer zu sein als vor dem Urlaub.
Den ersten Lauf habe ich nach 30 Minuten abgebrochen, weil das Ziehen doch deutlich unangenehm war und mein Körper mir signalisiert hat, dass es nun genug ist.

Zum Glück habe ich kurzfristig einen Termin beim Orthopäden bekommen, der eine beidseitige Achillodynie diagnostiziert hat.
Jetzt bin ich in Behandlung beim Physiotherapeuten, mache jeden Tag 2x meine exzentrischen Kräftigungsübungen auf der Treppenstufe und knete meine Achillessehnen mit der Faszienrolle.
Ja und meine Laufschuhe habe ich vorübergehend an den Nagel gehängt. Ich hoffe, dass ich sie dort bald wieder abhängen kann. Natürlich muss ich danach auch mal analysieren, was genau die Ursache für die Reizung ist und wie ich es in Zukunft verhindern kann.

„Diabetes läuft“ fällt für mich aus?

Diabetes läuft. Eine Veranstaltung, auf die ich mich schon gefreut habe, als Steffi von diabetes-leben.com bekanntgegeben hat, dass sie den Spendenlauf „Diabetes läuft“ ins Leben gerufen hat und in diesem Jahr zum ersten Mal organisiert. Für mich läuft da erst mal nix. Schade.
Ok, es liegt nicht alleine an den Achillessehnen. Zum Teil ist auch mein auf Kante genähter Urlaubsplan schuld daran. Mein Quartier hatte ich bereits im Frühjahr klargemacht. Bei einer guten Freundin, die übrigens auch Typ 1 Diabetes hat und in der Nähe von Helmstedt wohnt. Von dort wollten wir dann gemeinsam zum Lauf an den Maschsee nach Hannover fahren.
Gute 500km Anreise um 5km zu Laufen und dann wieder nach Hause. Ganz schön bekloppt.
Da es nun mit dem Laufen nix wird und mein Zeitplan auch mit sehr heißer Nadel gestrickt war, schien mir das doch etwas zu bekloppt und so leid es mir tut, liebe Steffi, verzichte ich in diesem Jahr auf eine Teilnahme an deinem Spendenlauf und hoffe du kannst es verstehen. Aber ich verneige mich voller Respekt vor dir, dass du dir so einen großen Schuh anziehst und dich vor so einen schweren Karren spannst. Ich hoffe, dass es ein voller Erfolg wird und dass meine gute Freundin aus der Nähe von Helmstedt die Fahnen auch für mich ein wenig hoch hält.

Doch nicht nur Langeweile. Ich habe ein CGMS beantragt?

Eine Sache gibt es doch noch, die ziemlich spannend ist. Ich habe am 1. September 2016 meinen Antrag auf Kostenübernahme für ein CGMS bei meiner Krankenkasse abgegeben.
Nach §13 SGB V ist die Krankenkasse eigentlich verpflichtet dem Antragsteller innerhalb von 3 Wochen eine Entscheidung mitzuteilen bzw. zu informieren, dass der MDK zur Begutachtung eingeschaltet wird, wodurch die Kasse dann insgesamt 5 Wochen Zeit hat für eine Entscheidung.
Wenn diese Fristen nicht eingehalten werden, gilt der Antrag per Gesetz als genehmigt.

Da ich bis zum heutigen Tage nichts von meiner Kasse gehört habe, sollte man eigentlich davon ausgehen, dass die Genehmigung damit durch ist.
Ich habe mich natürlich telefonisch versichert, dass meine Unterlagen angekommen sind, was mir bestätigt wurde. Wie sollte es auch anders sein. Hab die Unterlagen ja persönlich in den Briefkasten der Krankenkasse eingeworfen.
Aber wer weiß, was die Krankenkasse sich alles einfallen läßt um doch noch um die Kostenübernahme herumzukommen. Ich möchte aber gar nicht so negativ denken und würde auch nur ungern mit Hilfe des Sozialgerichts mein Recht durchsetzen sondern hoffe auf einen Konsens.

Es bleibt also spannend.

Bis die Tage
Stefan

 

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